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Im Jahre des Herrn 1047...

...vor den Stadttoren von Dublin...

 

 Zwei Gestalten schälen sich aus der Dunkelheit der Nacht. Sie tragen Reisemäntel mit großen Kapuzen die sie zum Schutz gegen die Kälte tief ins Gesicht gezogen haben. Sie nähern sich mit schnellem Schritt den Toren der Stadt, die sich seit einigen Tagen in Aufruhr befindet. Einer der vielen Unterkönige hat es gewagt sich gegen seinen Herren zu erheben und befindet sich mit einem Heer auf dem Weg zur Feste um diese zu Stürmen und den König zu töten. Doch die zwei Gestallten die nun vor den Toren der Stadt stehen, haben nichts mit dieser Angelegenheit zu tun - noch nicht...

 

Die größere der beiden Gestalten hebt die Hand und klopft herrisch an das Tor. Ein kleines Sichtfenster in dem riesigen Torflügel öffnet sich und gibt den Blick auf eine Stadtwach preis. Die größere der beiden Gestalten nimmt die Kapuze ab. Augenscheinlich handelt es sich um einen jungen Mann der für sich und seine junge Begleiterin Einlass fordert. Die Wach zögert. Die Parole lautet, nach Einbruch der Dunkelheit niemanden mehr in die Stadt zu lassen, und der Wächter hat nicht vor, diesem Befehl nicht Folge zu leisten. Doch als nun auch die kleinere der beiden die Kapuze abnimmt, stockt dem Wächter der Atem und bevor er noch weiß wie ihm geschieht, hat er schon die kleine Seitentür geöffnet und die beiden eingelassen. Das Mädchen schenkt ihm ein Lächeln, drückt ihm ein Silberstück in die Hand um sich im gleichen Augenblick umzudrehen und mit elegantem Schritt ihrem Begleiter zu folgen.

 

-----nur wenige Augenblicke Später-----

 

Erneut erscheinen zwei Gestallten aus dem Dunkel. Als sie sich der Stadt nähern, entpuppt sich die eine als ein kleines Mädchen und die andere als ein grobschlächtiger Mann mittleren Alters, der ihr fürsorglich die Kapuze wieder aufsetzt die ihr der Wind vom Kopf geweht hat, bevor er mit seiner Faust das schwere, hölzerne Tor zum Beben bringt. Und wider öffnet sich die kleine Klappe und wider ist das Gesicht des Wächters zu sehen, nun etwas verärgert über die erneute Störung. Er sieht die schwere, zweischneidige Axt auf dem Rücken des Mannes und bedeutet ihm, dass er mit dieser die Stadt nicht betreten darf. Das kleine Mädchen beginnt mit glockenheller Stimme auf ihn einzureden und schließlich öffnet die Wache ein zweites Mal, ohne genau zu wissen warum, das Tor, jedoch nicht bevor der Mann ihm versprochen hat, ihm die Waffe auszuhändigen. Als er die Tür hinter den beiden wieder geschlossen hat, wendet er sich um, um die Axt in Empfang zu nehmen. Doch noch bevor er sich den beiden Gestallten ganz zugewendet hat, bohrt sich die Klinge der Waffe vor seiner Nase tief in das Holz der Tür und bleibt bebend stecken. Der Wächter will nach seinem Schwert greifen, doch da ist der Mann schon bei ihm, biegt ihm den Arm schmerzhaft auf seinen Rücken. "Hohl sie dir, wenn du kannst" zischt er, lässt den Arm abrupt los und geht zu dem kleinen Mädchen, das in anlächelt und seine Hand nimmt als sie sich der Stadtmitte zuwenden.

 

Das Wirtshaus das der Mann und das Mädchen kurz darauf betraten, war überfüllt und nur spärlich erleuchtet und das bisschen frische Luft das mit ihnen zur Tür herein wehte, verlor sich in der heißen und stickigen Qualm des Schankraumes. Das Mädchen sah sich mit wachen Augen in dem Raum um und erkannte bald, dass die Augen der Männer immer wieder in eine Ecke verirrten. Sie folgte den Blicken und entdeckte in einer dunklen Ecke einen jungen Mann und eine junge Frau an einem Tisch sitzen und sich leise unterhalten. Das Mädchen war ungewöhnlich schön und gefiel der Kleinen auf Anhieb. Sie nahm den Mann an der Hand und zog ihn zielstrebig auf den Tisch der beiden zu und auch keinen Augenblick zu früh wie sich herausstellte. Gerade als sie ankamen, sprachen zwei widerliche Kerle das Mädchen an, augenscheinlich machten sie ihr ein sehr unmoralisches Angebot, denn sie errötete. Der Mann an der Seite des Mädchens hatte die Situation augenblicklich erfasst, streckte den Arm aus und zog die beiden Kerle am Kragen von dem Tisch weg. „Das würde  ich mir an eurer Stelle noch einmal ganz genau überlegen“ sagte er und funkelte sie an. Die beiden Männer duckten sich und verschwanden schneller als man es ihnen zugetraut hätte. Er drehte sich wieder zum Tisch um – und sah das kleine Mädchen, das seine Enkelin war, auf dem Schoß der jungen Frau sitzen. „Opa, das ist Jillian und das ist Cameo“ stellte sie die beiden vor. „und das“ fuhr sie fort „ist mein Opa – Druss“.

 

Die vier freundeten sich rasch an, denn der feine Geruch nach Blut den sie alle ausströmten verriet ihnen, das sie unter ihres gleichen waren. Auch schienen sich Jillian und Kirra-Fay – so hieß das kleine Mädchen – so gut zu verstehen und man einigte sich gemeinsam einen Ruheplatz zu suchen. Sie verließen das Wirtshaus und versuchten sich noch auf einen Weg zu einigen, als eine Gruppe Soldaten an ihnen vorbei marschierte die ein Banner mit sich führten. Es war weiß und in der Mitte prangte ein schwarzer Rabe. Druss sah und erkannte es, drehte sich auf dem Absatz um und ging raschen Schrittes auf die Burg der Stadt zu, ohne sich darum zu kümmern das seine Enkelin und die beiden anderen Mühe hatten mit ihm Schritt zu halten. Als er das Tor von Dublin Castle erreicht hat, hebt er eine mächtige Faust und hämmert, zum zweiten Mal in dieser Nacht, gegen das Tor. Ein Diener kommt, öffnet die Tür ohne auch nur ein Wort zu sagen und lässt die vier ein. Ein weiterer Mann kommt hinzu. Er ist wesentlich besser gekleidet als der erste und seine Erscheinung lässt keinen Zweifel an seiner adeligen Abstammung. „Ich weiß was euch her führt. Ich bitte euch meinem Diener zu folgen, er wird euch zu eurer Ruhestätte führen. Da es schon anfängt zu tagen, schlage ich vor, dass wir unser Gespräch auf die kommende Nacht verschieben – ruhet sanft, meine Freunde.“ Und mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand durch eine Seitentür. Drei unserer Freunde schaue sich verwirrt an und nur Druss lächelt und folgt dem Diener ohne zu zögern. Kirra, die nie gerne weit von ihrem Opa entfernt bleibt folgt ihm und zieht Jillian mit sich – und somit gibt sich auch Cameo geschlagen und folgt den anderen die Treppe hinab in einen runden Saal an dessen Wände sechs Särge stehen. Bevor sie sch jedoch zur Ruhe legen, beruhigt Druss seine neu gefundenen Freunde und erklärt ihnen, dass es sich bei dem Mann, den sie soeben gesehen hatte, ebenfalls um einen Vampir handelt und man sich auf ihn verlassen kann. Er ignoriert die Fragen die ihm die anderen stellen, ändert seine Gestallt zu der eines Wolfes, rollt sich vor einem der Särge gemütlich zusammen und legt den Kopf auf seine Pfoten – ein letzter Blick aus gelben Augen mustert die drei anderen Vampire die noch etwas unentschlossen in der Mitte des Raums standen – ein guter Beobachter hätte schwören können, dass der riesige Wolf lächelte…

 

 

20.12.06 22:04
 


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