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Im Jahre des Herrn 1047...

...vor den Stadttoren von Dublin...

 

 Zwei Gestalten schälen sich aus der Dunkelheit der Nacht. Sie tragen Reisemäntel mit großen Kapuzen die sie zum Schutz gegen die Kälte tief ins Gesicht gezogen haben. Sie nähern sich mit schnellem Schritt den Toren der Stadt, die sich seit einigen Tagen in Aufruhr befindet. Einer der vielen Unterkönige hat es gewagt sich gegen seinen Herren zu erheben und befindet sich mit einem Heer auf dem Weg zur Feste um diese zu Stürmen und den König zu töten. Doch die zwei Gestallten die nun vor den Toren der Stadt stehen, haben nichts mit dieser Angelegenheit zu tun - noch nicht...

 

Die größere der beiden Gestalten hebt die Hand und klopft herrisch an das Tor. Ein kleines Sichtfenster in dem riesigen Torflügel öffnet sich und gibt den Blick auf eine Stadtwach preis. Die größere der beiden Gestalten nimmt die Kapuze ab. Augenscheinlich handelt es sich um einen jungen Mann der für sich und seine junge Begleiterin Einlass fordert. Die Wach zögert. Die Parole lautet, nach Einbruch der Dunkelheit niemanden mehr in die Stadt zu lassen, und der Wächter hat nicht vor, diesem Befehl nicht Folge zu leisten. Doch als nun auch die kleinere der beiden die Kapuze abnimmt, stockt dem Wächter der Atem und bevor er noch weiß wie ihm geschieht, hat er schon die kleine Seitentür geöffnet und die beiden eingelassen. Das Mädchen schenkt ihm ein Lächeln, drückt ihm ein Silberstück in die Hand um sich im gleichen Augenblick umzudrehen und mit elegantem Schritt ihrem Begleiter zu folgen.

 

-----nur wenige Augenblicke Später-----

 

Erneut erscheinen zwei Gestallten aus dem Dunkel. Als sie sich der Stadt nähern, entpuppt sich die eine als ein kleines Mädchen und die andere als ein grobschlächtiger Mann mittleren Alters, der ihr fürsorglich die Kapuze wieder aufsetzt die ihr der Wind vom Kopf geweht hat, bevor er mit seiner Faust das schwere, hölzerne Tor zum Beben bringt. Und wider öffnet sich die kleine Klappe und wider ist das Gesicht des Wächters zu sehen, nun etwas verärgert über die erneute Störung. Er sieht die schwere, zweischneidige Axt auf dem Rücken des Mannes und bedeutet ihm, dass er mit dieser die Stadt nicht betreten darf. Das kleine Mädchen beginnt mit glockenheller Stimme auf ihn einzureden und schließlich öffnet die Wache ein zweites Mal, ohne genau zu wissen warum, das Tor, jedoch nicht bevor der Mann ihm versprochen hat, ihm die Waffe auszuhändigen. Als er die Tür hinter den beiden wieder geschlossen hat, wendet er sich um, um die Axt in Empfang zu nehmen. Doch noch bevor er sich den beiden Gestallten ganz zugewendet hat, bohrt sich die Klinge der Waffe vor seiner Nase tief in das Holz der Tür und bleibt bebend stecken. Der Wächter will nach seinem Schwert greifen, doch da ist der Mann schon bei ihm, biegt ihm den Arm schmerzhaft auf seinen Rücken. "Hohl sie dir, wenn du kannst" zischt er, lässt den Arm abrupt los und geht zu dem kleinen Mädchen, das in anlächelt und seine Hand nimmt als sie sich der Stadtmitte zuwenden.

 

Das Wirtshaus das der Mann und das Mädchen kurz darauf betraten, war überfüllt und nur spärlich erleuchtet und das bisschen frische Luft das mit ihnen zur Tür herein wehte, verlor sich in der heißen und stickigen Qualm des Schankraumes. Das Mädchen sah sich mit wachen Augen in dem Raum um und erkannte bald, dass die Augen der Männer immer wieder in eine Ecke verirrten. Sie folgte den Blicken und entdeckte in einer dunklen Ecke einen jungen Mann und eine junge Frau an einem Tisch sitzen und sich leise unterhalten. Das Mädchen war ungewöhnlich schön und gefiel der Kleinen auf Anhieb. Sie nahm den Mann an der Hand und zog ihn zielstrebig auf den Tisch der beiden zu und auch keinen Augenblick zu früh wie sich herausstellte. Gerade als sie ankamen, sprachen zwei widerliche Kerle das Mädchen an, augenscheinlich machten sie ihr ein sehr unmoralisches Angebot, denn sie errötete. Der Mann an der Seite des Mädchens hatte die Situation augenblicklich erfasst, streckte den Arm aus und zog die beiden Kerle am Kragen von dem Tisch weg. „Das würde  ich mir an eurer Stelle noch einmal ganz genau überlegen“ sagte er und funkelte sie an. Die beiden Männer duckten sich und verschwanden schneller als man es ihnen zugetraut hätte. Er drehte sich wieder zum Tisch um – und sah das kleine Mädchen, das seine Enkelin war, auf dem Schoß der jungen Frau sitzen. „Opa, das ist Jillian und das ist Cameo“ stellte sie die beiden vor. „und das“ fuhr sie fort „ist mein Opa – Druss“.

 

Die vier freundeten sich rasch an, denn der feine Geruch nach Blut den sie alle ausströmten verriet ihnen, das sie unter ihres gleichen waren. Auch schienen sich Jillian und Kirra-Fay – so hieß das kleine Mädchen – so gut zu verstehen und man einigte sich gemeinsam einen Ruheplatz zu suchen. Sie verließen das Wirtshaus und versuchten sich noch auf einen Weg zu einigen, als eine Gruppe Soldaten an ihnen vorbei marschierte die ein Banner mit sich führten. Es war weiß und in der Mitte prangte ein schwarzer Rabe. Druss sah und erkannte es, drehte sich auf dem Absatz um und ging raschen Schrittes auf die Burg der Stadt zu, ohne sich darum zu kümmern das seine Enkelin und die beiden anderen Mühe hatten mit ihm Schritt zu halten. Als er das Tor von Dublin Castle erreicht hat, hebt er eine mächtige Faust und hämmert, zum zweiten Mal in dieser Nacht, gegen das Tor. Ein Diener kommt, öffnet die Tür ohne auch nur ein Wort zu sagen und lässt die vier ein. Ein weiterer Mann kommt hinzu. Er ist wesentlich besser gekleidet als der erste und seine Erscheinung lässt keinen Zweifel an seiner adeligen Abstammung. „Ich weiß was euch her führt. Ich bitte euch meinem Diener zu folgen, er wird euch zu eurer Ruhestätte führen. Da es schon anfängt zu tagen, schlage ich vor, dass wir unser Gespräch auf die kommende Nacht verschieben – ruhet sanft, meine Freunde.“ Und mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand durch eine Seitentür. Drei unserer Freunde schaue sich verwirrt an und nur Druss lächelt und folgt dem Diener ohne zu zögern. Kirra, die nie gerne weit von ihrem Opa entfernt bleibt folgt ihm und zieht Jillian mit sich – und somit gibt sich auch Cameo geschlagen und folgt den anderen die Treppe hinab in einen runden Saal an dessen Wände sechs Särge stehen. Bevor sie sch jedoch zur Ruhe legen, beruhigt Druss seine neu gefundenen Freunde und erklärt ihnen, dass es sich bei dem Mann, den sie soeben gesehen hatte, ebenfalls um einen Vampir handelt und man sich auf ihn verlassen kann. Er ignoriert die Fragen die ihm die anderen stellen, ändert seine Gestallt zu der eines Wolfes, rollt sich vor einem der Särge gemütlich zusammen und legt den Kopf auf seine Pfoten – ein letzter Blick aus gelben Augen mustert die drei anderen Vampire die noch etwas unentschlossen in der Mitte des Raums standen – ein guter Beobachter hätte schwören können, dass der riesige Wolf lächelte…

 

 

Die Chronistin am 20.12.06 22:04


...als das gekicher aus den schatten verklungen ist...

...Jillian weiß, das diese Worte ihr etwas sagen sollte, doch kann sie sich nicht recht erinnern. Sie beschließt sich den Rest des Drecks den Kirra auf ihr Kleid geschleudert hat abzuwaschen so gut es geht und geht etwas tiefer ins Wasser. Druss hat sich zu Cameo gesellt, der sich in die Dünen gehockt und das Schauspiel lächelnd beobachtet hat. Als Jillian im Wasser steht hört sie plötzlich ein Kichern und wird im gleichen Augenblick von einem kleinen Stein getroffen. Sie will gerade anfangen mit Kirra zu schimpfen, als sie ein kleinen, blau leuchtendes Wesen um ihren Kopf schwirren sieht. Kirra, die mitbekommt wie sehr Jillian von der Fee verwirrt ist kommt angelaufen und versucht sie zu fangen und schiebt  Jillian dabei unsanft zur Seite. Schließlich bekommt sie die Fee zu fassen die sich jedoch heftig in ihrer Hand zu winden beginnt und mit schriller Stimme anfängt zu schimpfen. Kirra’s Hände werden von der Kraft des kleine Wesens hin und her gerissen und so rennt sie schnell zu ihrem Opa und schiebt ihm die kleine Fee in die Hände. Druss kann sie mühelos festhalten und lächelt als seine Enkelin sich wider in einen Welpen verwandelt um sich dann die kleine Fee zurückzuholen. Mangels Händen nimmt sie das kleine, fragile Wesen in die Schnauze und die kleine Fee haucht mit einem letzten schrillen Schrei ihr Leben aus…

Die kleinen, blau schimmernden Flügel des Wesens und ein Haarschopf hängen aus Kirra’s Maul als sie zu Jillian zurückkehrt und ihr die Fee triumphierend entgegen hält.Doch plötzlich stutzt sie und ihr kleiner Kopf wendet sich erschreckt hin und her – Kirra sieht sich von lauter Feen umgeben, die ihre kleinen Fäuste schütteln und sie böse ansehen…als sie sich hilfesuchend ihrem Opa und damit dem Ufer zuwendet, sieht sie eine weitere, unbekannte Person am Strand stehen. Es ist ein Mann, blau schillernd, und all die kleinen Feen deren Attacken sie sich soeben noch ausgesetzt gesehen hat, fliegen auf ihn zu und sammeln sich um ihn. Er hebt seinen Arm, deutet auf Kirra und ruft „Feenmörderin“. Seine Stimme ist laut, wütend und der Hass ihn seinen Augen ist kaum zu verhehlen. Erschreckt jault Kirra auf und verwandelt sich noch im Lauf wider zum Mädchen, dass sich hilfesuchend hinter seinem Opa versteckt, die Überreste der kleinen Fee noch immer in ihrem Mund…“Feenmörderin!“ ruft der Mann erneut und versucht Kirra zu fassen, doch Druss ist schneller – mit schier unglaublichem Reflex hat er seine Axt gezückt und lässt sie nun auf den Arm des Mannes niederfahren, der seine Enkelin anzugreifen versucht. Und nun erscheint auch eine sechste, noch unbekannte Gestallt auf dem Strand. Eine Wölfin kommt zwischen den Dünen angelaufen, sie stoppt ihren rasanten Lauf kaum als sie sich Kirra, Druss und dem Mann nähert, sich in Kirra’s Kleid verbeißt und diese vom Schauplatz des Geschehens weg reißt…Der Mann hat während dessen ein Schwert gezogen und eine kämpferische Haltung eingenommen und Druss hat es ihm gleich getan. „Ich werde den Tod meiner Tochter rächen – niemand tötet eine Tochter des Feenkönigs“ grummelt der Mann, der sich mit diesen Worten selbst als Feenkönig zu erkennen gibt. Druss knurrt zurück – seine Ohren zucken und er packt die Axt entschlossen mit beiden Händen. „Wer meiner Enkelin etwas zu leide tun will, bekommt es mit mir zu tun“ grummelt es aus seiner Kehle empor und in seinen Augen funkelt es. Mit einem lauten Aufschrei stürzen beide Männer aufeinander zu, die Waffen erhoben und die Augen voller Entschlossenheit. Während dessen stand Jillian noch immer im Wasser und schaute verwirrt in die Runde, Cameo beobachtet das Schauspiel noch immer von seinem Platz in den Dünen aus und Kirra verschwindet zusammen mit dem anderen Wolf in Verdunklung. Die Kämpfer waren etwa gleich stark, doch gelang es schließlich Druss, die Oberhand zu gewinnen und dem Feenkönig einen letzten vernichtenden Schlag auf den Kopf zu verpassen so dass dieser augenblicklich in sich zusammensank. Mit einem lauten Freudenjaulen kam der unbekannte Wolf aus Kirra’s Verdunklung gesprungen und verwandelt sich noch im Lauf in eine junge Frau mit langen, welligem rotem Haar und grün funkelnden Augen – sie warf sich Druss um den Hals und küsste ihn leidenschaftlich. Druss, in einer Hand die Axt und in der anderen die junge Frau haltend schaute herab auf seinen Widersacher, der in seinem Blut am Boden liegt. Die Frau lächelt, kniet sich nieder- und trinkt vom Blut des Erschlagenen. Vor den Augen der anderen verändert sich ihre Gestallt ein weiteres Mal, diesmal jedoch nicht wieder zurück in die Gestalt eines Wolfes. Das vorher recht struppige Haar erscheint plötzlich glatter, ihr Figur femininer und ihr Gesicht liebreizender als zuvor, doch noch bevor sie sich ganz aufgerichtet hat, sinkt sie in sich zusammen und bleibt bewusstlos am Boden liegen. Ein Fluch kommt Druss über die Lippen als er sich zu seiner Geliebten niederkniet und ihr die Haare aus dem blassen, schönen Gesicht streicht.Auch die anderen kommen nun heran und knien sich nieder.  Kirra gelingt es schließlich, der jungen Frau etwas von ihrem Blut einzuflößen und diese öffnet wider ihre Augen und schaut sich etwas verwirrt um. Druss stellt sie als seine Gefährtin vor und erklärt Jillian, das sie es war die ihnen in den Wäldern gefolgt ist…Nach den Aufregungen des Tages beschließen die nunmehr fünf Freunde, sich wider in die Höhle zurück zu ziehen und auf die nächste Nacht zu warten….

 

Die Chronistin am 21.12.06 18:43


...am nächsten Morgen...

….erwachen unsere tapferen Freunde. Kirra, die schon eine ganze Weile wach ist und mit ein paar Totenköpfen gespielt hat die sie in einer Ecke fand, wendet sich von ihrem Spiel ab. Noch bevor die Anderen ganz wach sind, hüpft sie aus dem Raum und geht den Weg zurück, den sie am Vorabend gegangen sind. Die Anderen folgen ihr und so kommen sie schließlich in eine große Halle in deren Mitte eine lange Tafel steht. Die Wände sind mit Wandteppichen behangen und die Kerzen eines großzügigen Kandelabers tauchen die Halle in ein warmes, schummriges Licht. Sie setzen sich und schauen den jungen Mann, der sie am Vorabend begrüßte, erwartungsvoll an. Er stellt sich als Snorri und als Zugehöriger zum Clan der Ravnos vor.
Das Heer des abtrünnigen Unterkönig hat in der Nacht noch die Stadt erreicht und es besteht keine Möglichkeit die Stadt auf dem gleichen Weg zu verlassen, wie sie sie betreten haben. Snorri jedoch kennt einen Ausweg und verlangt für diese Information, die Übernachtungsmöglichkeit und die Tatsache das er sie nicht direkt an die Menschen der Stadt verraten hat jedoch, das unsere vier Freunde ihm einen Gefallen erweisen. Mangels anderer Möglichkeiten stimmen sie seinem Vorschlag zu. Er möchte dass sie, nachdem sie die Stadt verlassen haben, ein anderes Mitglied seines Clans aufsuchen um diesem bei einer wichtigen Angelegenheit zu helfen.
Da Snorri keine Pferde entbehren kann, brechen die vier zu Fuß auf und gelangen durch einen geheimen Tunnel aus der Stadt. Nach etwa einer Stunde kommen sie an eine Ansammlung von Hügeln. Druss geht zielstrebig auf einen der Hügel zu und macht sich an einigen Steinen zu schaffen als sie wie von Geisterhand eine Tür am Fuß des Hügels öffnet. Die vier gehen vorsichtig durch die Tür und folgen langsam dem Pfad der dahinter liegt. Nach einiger Zeit kommen sie schließlich in einen großen, runden, beleuchteten Raum an dessen Wand zwei weitere Türen liegen. Die linke Tür öffnet sich leise und ein ältere Herr erscheint der sich als Cormec vorstellt. Er erklärt uns, dass ihm vor geraumer Zeit eine wichtige Schrift „abhanden“ gekommen, die unsere Freunde nun für ihn suchen sollen. Der einzige Hinweis den er den vier geben kann, ist ein kleines Stück Pergament mit einer fragmentarischen Inschrift: „…zum trockenen Strand der Meeresblumen…“. Cormec kann ihnen nur noch einen einzigen Hinweis geben, nämlich dass die beschriebene Stelle in der Nähe des Territoriums der Bruhya liegt. Da die Nacht noch jung ist, machen sich dir vier sofort auf den Weg und brechen in Richtung Norden auf.
…als sie sich durch einen dunklen Wald bewegen, bemerkt Jillian dass sie verfolgt werden, kann jedoch nicht genau ausmachen was ihnen in der Dunkelheit folgt, Druss beruhigt sie jedoch und sagt ihr, dass sie sich darum keine Sorgen zu machen braucht. Nachdem sie den Wald verlassen haben sieht Jillian in einiger Entfernung eine Fackel. Sobald sie ihre Entdeckung den anderen mitteilt, ändert Kirra ihre Gestallt und rennt als kleiner Wolf auf den Lichtschein zu und verschwindet schon nach einigen Metern in der Dunkelheit. Die anderen können sie erst an einem kleinen See wider einholen an dessen Ufer liegen kleine Fischboote und hinter ihnen eine Ansammlung von schmalen Kaschemmen Dahinter sieht man trutzige Stadtmauern und zwei reisige Torflügel die zum Schutz der Stadt geschlossen wurden. Da es bereits anfängt zu Tagen, beschließen sie, eine Unterkunft für die Nacht zu suchen, zumindest für Cameo und Jillian die nicht wie Druss und Kirra die Fähigkeit besitzen, in der Erde versinken zu können und dort den Tag über zu ruhen.  Kirra findet schließlich eine Unterkunft bei einem älteren Fischerpaar und Druss und die Kleine lassen ihre neuen Freunde in der kleinen schiefen Hütte zurück und die zwei schließen sich in eine kleine dunkle Kammer ein…
…am nächsten Abend…

…die Sonne ist soeben erst hinter den Hügeln versunken und die Stadttore sind noch nicht für die Nacht verschlossen worden. Nachdem Druss und Kirra ihre beiden Freunde wider bei dem alten Fischerpaar abgeholt haben, brechen sie sofort auf um noch in die Stadt zu kommen. Als sie dir Tore passieren, fragen sie die Stadtwache, ob sie mit den Worten „…zum trockenen Strand der Meeresblumenetwas anfange können, werden jedoch enttäuscht. So beeilen sie sich das Rathaus der Stadt aufzusuchen. Ein älterer Mann will soeben das Haus verlassen und die Tür verschließen als unsere vier ihn ansprechen. Als sie ihm die fragmentarischen Worte von dem Pergament nennen, nickt er und schließt die Tür wieder auf. Sie treten ein und der Mann fängt augenblicklich an, in den großen Pergamentstapeln zu suchen, zieht mal dieses, mal jenes Buch und Pergament aus dem Stapel um schließlich eine alte vergilbte Karte auf einem großen Holztisch auszubreiten. Die Stelle die er ihnen zeigt lag nahe der Stadt in der sie sich zur Zeit befanden, in der nähe einer weiter Stadt, die sich Cliffton nennt. Unterhalb dieser Stadt liegt eine Bucht die in vergangenen Tagen den Namen Korallenbucht getragen hat. Unsere vier Freunde bedanken sich bei dem Mann und beschließen noch in dieser Nacht nach Cliffton aufzubrechen. Da der Weg beschwerlich ist dauert die reise länger als erwartet und so suchen sie Zuflucht in einer Höhle die Kirra durch Zufall findet.

In der nächsten Nacht stoßen sie schon nach kurzer Zeit auf einen kleinen Bach und Jillian und Kirra nutzen die Gelegenheit sie etwas zu waschen während Druss einen gehörigen Sicherheitsabstand zu dem ihm so verhassten Nass hält. Cameo scheint unterdessen wieder einmal in die tiefen seines verrückten Geists abgetaucht zu sein und sitzt in einer großen Schlammpfütze mit deren Inhalt er zu jonglieren versucht…

Kirra, die sich als kleiner Welpe im Wasser des Bachs tummelt, verwandelt sich urplötzlich zurück „Ich schmecke Blut“ sagt sie und legt ihren entzückenden kleinen Lockenkopf schief. Nun schmeckte auch Jillian den feinen Blut Geschmack auf ihren Lippen und beginnt augenblicklich mit der Suche nach dem Ursprung. Sie findet schließlich eine Stelle nah dem Ufer an der kürzlich erst gegraben wurde und beginnt mit bloßen Händen in der Erde zu wühlen. Kirra schaut auf ihr Kleid, schüttelt bedauernd den Kopf, verwandelt sich wider in einen kleinen Wolf und beginnt sofort enthusiastisch mit den Vorderpfoten im nassen Erdreich zu buddeln und die Erde zwischen ihren Hinterläufen hervor zu katapultieren. Auf Cameo, der nur wenige Meter hinter ihr sitzt, geht ein wahrer Hagel von schlammigen Erdbrocken nieder, doch scheint er sich über diesen unverhofften „Regenguss“ eher zu freuen als sich Sorgen um sein sonst so gepflegtes Äußeres zu machen… Als Kirra aufhört zu buddeln, kann Jillian sie nicht davon abhalten mit einem triumphierenden Gejaule an ihr vorbei Richtung Meer zu schießen, doch erkennt sie, dass der kleine Welpe eine schmale, längliche Holzkiste zwischen den Zähnen hält. Sie rappelt sich hoch und nimmt sofort die Verfolgung auf, wird aber noch im Lauf von einem weit aus größeren Wolf überholt. „Jaja, wie toll“ knurrt sie sauer und wünscht sich, sie wäre auch ein Gangrel und könnte auch die Gestallt verändern. Cameo schaut sich zur selben Zeit verwundert um, erkennt Jillian noch in der Ferne davon hasten und beschließt, dass es nicht schaden könnte wenn er seinen Freunden in gemütlichen Schritten folgen würde…

Jillian kommt gerade noch rechtzeitig am Meer an um zu erkennen, das Kirra, nun wider in der Gestallt eines Mädchens, mitten im Wasser sitzt und einen ihrer Dolche unter dem Rand der Kiste schiebt, die sich daraufhin mit einem leisen, aber deutlich vernehmbaren „klick“ öffnet. Zwar hat Kirra daran gedacht die Kiste zu reinigen, doch hielt sie es wohl für Zeitverschwendung die gleiche Prozedur auch ihren Händen zugute kommen zu lassen und so entfährt Jillian ein kurzer Warnlaut, der Kirra jedoch nicht daran hindert, das Pergament das sich in der Kiste befindet mit ihren schmutzigen kleinen Händen aus der Kiste zu nehmen und zu entrollen…. „…zum Fußweg der übergroßen Gestalt…“ ließt sie und Jillian, die ihr das Pergament gerade abnehmen will um es zu reinigen und in Sicherheit zu verwahren, stolpert ins Leere, als die Kleine sich in die Schatten begibt….

Die Chronistin am 21.12.06 15:59


...am nächsten Morgen....

...und nachdem sämtliche neue Folgeschäden geklärt sind

…gehen unsere nun mehr fünf Freunde erneut hinab zum Meer da Jillian darauf besteht sich und Kirra erneut zu waschen. Sie schnappt sich die Kleine und geht mit ihr herab zum Meer um dann mit einem Lappen ihr Gesicht zu waschen. Kirra schmollt, den ihr liegt keineswegs an einem dauer- sauberen Äußeren und Miriel, die das Leid der Enkelin ihres Gefährten etwas zu ernst nimmt, klaubt eine Hand voll Schlamm von Boden auf und wirft sie in Jilian’s Richtung. Jilian nimmt die Bewegung aus dem Augenwinkel war und versucht noch auszuweichen ist jedoch nicht schnell genug und die Schlammladung erwischt sie: mitten im Gesicht…Jilian, die diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen kann – schon gerade deshalb nicht, da sie sich soeben penibel gewaschen hatte – klaubte nun ihrerseits einen Schlammklumpen in ihrer Hand zusammen und ein regelrechte Schlammschlacht entwickelt sich zwischen den drein, denn nun hatte auch Kirra entschlossen, sich dieses Spaß nicht entgehen zu lassen. Druss beobachtete das Geschehen aus einiger Entfernung und war so abgelenkt von dem Schauspeil das die zwei Frauen und das junge Mädchen boten, das er Cameo’s Aufregung  nicht bemerkte der anfing, immer wider hektische Blicke über seine Schulter zu werfen – er spürte etwas…Gefahr war im Verzug. Doch es kam Cameo gar nicht in der Sinn die lustigen Spielereien zu unterbrechen, welchen der durchaus weibliche Anteil seines Klüngels gerad nachging. Er erhob sich, warf einen bedauernden Blick zurück und begab sich aus der Sichtweite der anderen, über die Kuppe der Düne. Er sah die Männer schon, als er auf der Kuppe des kleinen Hügels aus Sand ankam – sie waren zu sechst und bewaffnet. Für Cameo war das nichts bedeutendes, er war auch bewaffnet und wusste, dass Waffen nicht auch gleich auf Kampf bedeuten mussten. Er näherte sich der kleinen Gruppe von Männern und sprach sie an. „Hallo? Kann ich euch helfen?“ fragte er höflich nur um von einer behandschuhten Hand beiseite geschoben zu werden.
Cameo mochte dieser Art der Behandlung gar nicht und noch während er darüber nachdachte welche Art der Behandlung er den Männern angedeihen lassen sollte hörte er die ihm so wohl bekante Stimme. Sie lachte. „Befiehl ihnen! Sag ihnen, sie sollen stehen bleiben….lass sie das Grauen spüren“ sagte die Stimme und kicherte erneut. „Du kannst es – tu es!“ und Cameo gab der Stimme nach. ER hastete den Männern hinterher bis er sie überholt hatte, dann drehte er sich um und ging rückwärts vor den Männern her während er mit ihnen sprach. „Hey! Wer seid ihr denn, dass ihr nicht mit mir sprecht?“ wand er sich an den Mann, der anscheinend den Anführer der Truppe war. Seine Stimme bekam dabei einen leicht schmeichelnden Klang und in ihr lag ein Timbre, dass unter anderen Umständen den Mann dazu bewegt hätte, sich den Fragen des Malkavianers zu stellen –
gar stehen zu bleiben – doch dieser Mann war anders. Er ignorierte das dunkelhaarige, androgyne Wesen dass da vor ihm her schritt, stierte an ihm vorbei und marschierte weiter. „Habt ihr überhaupt eine Ahnung wohin ihr geht? Es ist gefährlich im Dunkeln – selbst wenn man zu sechst ist“ Sein Grinsen wurde breiter. Doch auch diesesmal ignorierte ihn den Mann und auch seine Gefolgsmänner würdigten ihn nicht eines Blicks. Das verwunderte den Malkavianer so sehr, dass er stolperte und auf seinem Hosenboden landete – die Männer marschierten an ihm vorbei. „Verdammt – das hab ich jetzt davon…wenn man einmal auf dich hört“ fluchte er auf die leise Stimme in seinem Kopf, die nun wider zu kichern angefangen hatte. Dann rappelte er sich auf, klopfte sich den Sand aus den Kleidern und eilte den Männern hinterher. Diese hatten seine Freunde schon fast erreicht, die Freuen standen noch immer zusammen mit dem Kind im Wasser während Druss seine schwere Axt in der Hand wog, als ihn der Anführer der kleinen Truppe entgegen trat.
Der Mann baute sich vor ihm auf und schien ein geringes Maß an Respekt zu erwarte. Druss jedoch musterte ihn von Kopf bis Fuß, stellte dann seine Axt auf den Boden und lehnte sich lässig auf den Stiel , gähnte und zeigte dabei sein beeindruckendes Raubtiergebiss. Der Mann vor ihm zuckte unwillkürlich zurück, erinnerte sich dann, dass das zu der Position die er auszuüben gedachte nicht passte und versuchte seine Überlegenheit zurück zu gewinnen. „Wie ich gehört habe, habt ihr etwas gefunden, was mir gehört“ sagte er mit fester Stimme. Druss lächelte „Ich wüsste nicht was das sein sollte“ sagte er sanft und tätschelte sein Axtblatt. „Ein Stück Pergament – ihr habt es in einer Holzkiste gefunden wenn ich recht informiert bin.“ sagte der Mann. Nun waren auch die Anderen aufmerksam geworden und hatten die letzten Worte gehört. „So wie ich das sehe, kann unser Fund nicht euch gehören, denn wir haben es durch einen Hinweis gefunden den uns jemand anderes gab und der behauptete, es würde ihm gehören – und an diese Information halten wir uns“ sagte Jilian. Der Mann war irritiert. Es war in seiner Gesellschaft nicht üblich dass eine Frau ungefragt das Wort erfasste wenn sich zwei Männer unterhielten, doch er ahnte das es bei dieser Gruppe anders war. „Nun, wenn ihr es mir nicht geben wollt, dann werden wir es uns wohl holen müssen“ sagte der Mann, zog sein Schwert und lächelte siegessicher. Zwei Frauen, ein Kind, ein Junge und nur ein Mann….keine Gegner – das dachte er zumindest….

 

Die Chronistin am 23.12.06 15:40


…er lächelte überlegen…

… nur um sich danach verwirrt und suchend umzusehen - denn an der Stelle an der soeben noch das kleine Mädchen gesehen hatte, von dem sein Informant ihm gesagt hatte dass sie das Pergament haben müsste, war nun nichts mehr. „Hexenwerk“ stieß er hervor, zog sein Schwert aus der Scheide und wollte soeben den Mann vor ihm angreifen, der immer noch beunruhigend gelassen auf seine Axt gelehnt da stand, als er hinter sich einen gurgelnden Schrei vernahm. Er drehte sich um und sah einen seiner Männer röchelnd auf den Strand niedersinke – ein Pfeil hatte sich mit solcher Wucht in seinen Hals gebohrt, das er auf der anderen Seite wider zum Vorschein gekommen war. Verwirrt blickte er sich um und sah die blonde jungen Fraue im Wasser stehen – den Bogen in der Hand, und die Haare im Wind wehen… Jillian angelte schon nach dem zweiten Pfeil aus dem Köcher der an ihrem Bein lehnte, als der nächste Sterblich auch schon im Sand lag, diesmal niedergestreckt von Miriel die ihn in Wolfsgestallt angegriffen und sich in seiner Kehle verbissen hatte. Während der Mann mit dem Raubtiergebiss vor ihm entschlossen seine Axt packte, verstand der Hauptmann welchen verheerenden Fehler er gemacht hatte… Noch bevor er sich gegen den Ansturm des Mannes wappnen konnte, spürte er einen stechenden Schmerz in seinem Bein – als er an sich herab sah, hörte er ein leises Kichern das neben hm aus dem Nichts zu kommen schien – und sah den Dolch in seinem Bein stecken. Er konnte nur mit knapper Not sein Schwert schützend über seinen Kopf halten und sah das Axt Blatt kurz vor seinen Augen still stehen. Er hörte das Knurren, und als er nun den Blick seinem Angreifer zuwandte, sah er die Mordlust in dessen Augen aufblitzen.

 

Nun griff auch Cameo in das Geschehen ein – sein Schwert traf den dritten Mann am Oberschenkel und fügte ihm eine klaffende Wunde bei – zum selben Zeitpunkt fand auch Jillian zweiter Pfeil sein Ziel – die Wucht des Aufpralls war so stark, dass sie den vierten Mann von den Füßen riss, der Pfeil ragte aus seiner Stirn empor wie ein junger Baum. Kirra, die sich immer noch in Verdunklung befand, hatte beschlossen das sie ihrem Großvater genug geholfen hatte und stürzte sich auf den letzten, noch unverwundeten Mann der sich in Bewegung gesetzt hatte um seinen Gefährten beizustehen – sie erwischte ihn im Lauf und zerschnitt seine Achillessehnen und er kippte hilflos mit den Armen rudernd in den Sand der nun rot von Blut war. Miriel, die ihrem ersten Opfer schon den Garaus gemacht und sich wieder in eine Frau zurück verwandelt hatte, wollte gerade Cameo zur Hilfe eilen als dieser seinem Gegner mit einem gezielten Schlag den Kopf vom Rumpf trennte – Blut traf Miriel im Gesicht die daraufhin begeistert auflachte. Panik flackerte in den Augen des Hauptmannes auf – er hatte viele Schlachten geschlagen, aber diese fünf waren anders als all seine anderen Gegner – und sie bereiteten ihm Angst. Er war für einen kurzen Augenblick so abgelenkt gewesen das er die Axt erst wahr nahm, als sie sich zitternd in seine Seite bohrte – in dem Augenblick an dem sich seine Augen für immer schlossen, sah er das kleine Mädchen wie aus dem Nichts auftauchen – sie saß auf der Brust des letzten noch lebenden seiner Männer und rammte ihm mit einem zufriedenen Lächeln den Dolch bis zum Heft ins Herz…

 

Die Chronistin am 3.1.07 03:00


Bevor noch die Körper der Toten erkaltet sind….

…trinken Miriel und Jillian von ihrem Blut. Cameo seinerseits beschließt, dass die einfache Tötung der Männer nicht ausreicht. Einen nach den anderen zieht er aus, schmeißt ihre Kleidung ins Meer, wiegt das eine oder andere Schwert in der Hand nur um es den Kleidern folgen zu lassen…als die Laichen nackt vor ihm im Sand liegen sind Jillian und Miriel bereits fertig und diskutieren über den weiteren Weg. Erst als das erste Geschlechtsteil Druss ins Gesicht klatsch wendet sich die Gruppe wieder Cameo zu – der alle Laichen entmannt hat und nun mit den abgeschnittenen Geschlechtsteilen jongliert um dann und wann einen in Druss‘ Richtung zu schmeißen – der den Malkavianer anfunkelt, so dass dieser sich in seinem Tun verhaspelt und sämtliche, noch übriggebliebenen Genitalien in den Sand fallen lässt. „Spielverderber“ faucht er beleidigt.
Kirra, die ihren Dolch im Meer gesäubert und an ihrer Kleidung getrocknet hat, kommt zu den anderen zurück. Sie hält das Pergament in der Hand und versucht die Flecken, die ihre kleinen, schlammbeschmutzten Hände darauf hinterlassen haben zu entfernen. Jillian nimmt ihr das Schriftstück kurzerhand ab um es in Ruhe zu lesen während Kirra es vorzieht ihr hinter ihrem Rücken die Zunge raus zu strecken. „Zum Fußweg der übergroßen Gestallt“ ließt sie ein weiteres Mal – doch ihre Erinnerung lässt sie erneut im Stich. Miriel gesellt sich zu ihr und blickt ihr über die Schulter. Die schmalen Augenbraun legen sich nachdenklich in Falten als sie sich Jillian Grübelei anschließt. „War da nicht etwas mit einem Riesen und einem Weg den er sich vor Urzeiten gebaut hat?“ fragt sie nach einiger Zeit. Jillians Hand klatscht gegen ihre Stirn „Natürlich! Der Giants Causeway!“ ruft sie und dreht sich zur Gruppe um „Wie müssen nach Norden“ – Kirra schnappt sich das Pergament das lose in Jillian‘s Hand liegt, kichert und verschwindet hinter dem Rücken ihres Großvaters…

Cameo und Jillian hatten es schwer den anderen zu folgen – dank ihrer Wolfsgestallt bewegten sie sich wie Schatten durch das dichte Unterholz des Waldes auf den sie nach einer Stunde Fußmarsch gestoßen waren. Cameo, der wieder einmal in einen Gespräch mit seinem Geist vertieft ist, bemerkte erst nach einiger Zeit welche Probleme Jillian, die vor ihm geht, mit dem dichten Gestrüpp hat. Kurzerhand schiebt er sie beiseite und geht voran. Die Beiden kannten sich schon eine Weile, dennoch war Jillian überrascht als sie sah, was vor ihren Augen geschah – sämtliche Pflanzen die mit Cameo‘s Körper in Berührung kamen, verdorrten im selben Augenblick und morsches Geäst fiel hinter ihm zu Boden. Jillian hatte davon gehört – es nannte sich „Makel des Verderbens“, doch Cameo war der erste den sie kannte, der diese zweifelhafte Gabe besaß – auch wenn sie ihr gerade zu Gute kam. Sie hatte sich schon soweit daran gewöhnt dem Malkavianer ohne Probleme zu folgen, dass es sie sehr überraschte als sie im fast in den Rücken rannte. Cameo war stehen geblieben. Da sie dem weitaus größeren Malkavianer nicht über die Schulter sehen konnte, steckte sie ihren Kopf an seiner Seite vorbei und sah nach vorn.
Die drei Wölfe waren stehen geblieben und vor ihnen erstreckte sich eine fast ebene Fläche, nur ein paar schiefe, verkrüppelte Bäume stachen hier und dorrt aus dem Nebel und ein fauliger Geruch stieg ihr in die Nase – sie waren an den Rand eines Moores geraten. Der Wolfswelpe lief am Saum des Moors auf und ab, von links nach rechts und wider zurück – Druss schien es kommen zu sehen, doch seine Fänge schnappten nur noch ins Leere – Kirra war ihm mit ihrem Sprung zuvorgekommen, doch versank sie fast augenblicklich als ihr federgewichtiger Körper wieder die Oberfläche berührte… Cameo griff nach einem Ast und hielt ihn dem Welpen hin, doch Kirra’s Fänge zerbrachen das Morsche Holz sofort. Jillian nahm sich einen Ast der am Boden lag und streckte ihn dem wild strampelnden Welpen hin, der versuchte zurück ans Ufer zu kommen. Doch erst als Miriel sich ebenfalls in den Ast verbiss gelang es ihr, Kirra aus dem Morast zu ziehen.
die-weltenretter am 4.1.07 01:43


Das Moorwasser tropfte dem kleinen Wolf aus dem Fell…

 

…und versickerte im Boden noch bevor sich eine Lache bilden konnte. Cameo saß währenddessen beleidigt im Schlamm und versucht einen dicken Frosch mit kleinen Steinen und Stöcken zu treffen, doch der grüne Geselle sprang gemächlich von einer Stelle zur nächsten und ignorierte den Malkavianer. Unbekümmert schüttelte sich der kleine Wolf und hüpfte begeistert zum Ufer zurück.  Miriel gab einen Warnlaut von sich – doch diesmal trug der Untergrund das kleine pelzige Wesen, das daraufhin wild mit dem Schwanz wedelte, die Nase an den Boden heftete und eifrig wedelnd weiter lief. Miriel senkte ebenfalls die Nase und folgte dem  Welpen, als der Boden auch sie trug folgten die andren nach.

 

Die drei Wölfe mit ihren breiten Pfoten fanden recht guten Halt während die beiden Vampire in Menschengestallt an einigen Stellen mit ihrem Gleichgewicht kämpfen mussten. Als sie etwa die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht hatten wurde der feste Pfad auf dem sie liefen breiter und sie kamen an eine Art Fluss der sich mitten durch das Moor wand. Er führte brackiges Wasser mit sich, das den unangenehmen Geruch von Fäkalien mit sich führte und das sich der kleine Wolf standhaft weigerte zu betreten. Druss versuchte immer wider Kirra mit einer seiner Pfoten ins Wasser zu stoßen, doch ihre kleinen Pfoten stemmten sich beharrlich gegen die Versuche ihres Großvaters. Schließlich ergab sich der mächtige Wolf seinem Schicksal. Seine Fänge griffen vorsichtig nach dem Nackenfell der Kleinen, hoben sie ein beachtliches Stück über den Boden uns schließlich schmiss er sie sich auf den Rücken, wo die kleine sich nun ihrerseits in den Nacken ihres Großvaters verbiss und freudig jaulte. Druss stieg stoisch in das Wasser, ihn störte der Geruch nicht. Miriel blieb abwartend am Ufer stehen und wartete ab. Als ihr Gefährte das andere Ufer mit tropfendem Bauchfell sicher erreicht  lief nun auch sie hinterher –sie versuchte durch möglichst große Sprünge mit so wenig Wasser wie möglich in Berührung zu kommen und erreichte das andere Ufer mit nassen Pfoten und nur wenigen Tropfen Wasser im Fell die sie mit Leichtigkeit abschüttelte. Jillian raffte ihre Röcke – zum wiederholtem Male fiel ihr ein, wie unpraktisch die vielen Lagen Stoff waren und schimpfte leise als sie durch das Wasser watete das ich bis zu den Knien reichte. Cameo stand unschlüssig am Ufer. „Elender Feigling!“ rief die Stimme in seinem Kopf zum wiederholten Male. „Aber es riecht!“ antwortete der Malkavianer leise, aber in einem Ton, dem man den Ekel eindeutig anhören konnte. „Die Anderen werden über die lachen“ zischte die Stimme hasserfüllt,  „Willst du das? Cameo der Feigling werden sie dich nennen“ stichelte es. „Nein, nein, nein!“ schrie Cameo und rannte den anderen hinterher. Er stellte sich dabei nicht so geschickt an wie Miriel, so das er wesentlich nasser am anderen Ufer ankam als es hätte sein gemusst.

Kirra kümmerte sich nicht weiter um die anderen. Ihre kleine Nase streifte erneut am Boden entlang und versuchte den Weg wieder zu finden. Schließlich fand sie was sie suchte und eilte weiter auf dem nun wieder schmalen Pfad der sich in gewundenen Banen der anderen Seite des Moores näherte. Als sie schließlich dort ankamen fing es schon an zu tagen, doch noch beschützten die umstehenden Bäume sie vor den vernichtenden Strahlen der Sonne. Kirra nahm wieder die Gestallt eines kleinen Mädchens an und hüpfte freudig in die Höhe „Ich bin ein Moor-Wolf“ schrie sie begeistert – nur um erstaunt stehen zu bleiben. Etwas hinderte sie in ihren Bewegungen und klapperte bei jedem Schritt den sie tat. Sie hob ihr Bein und schrak bei dessen Anblick zusammen. Beim Durchqueren des Moores war sie anscheinen auf eine Laiche getreten. Ihr Fuß hatte sich zwischen den Rippen des Oberkörpers verfangen und den Torso, so wie den Kopf und einen Arm mit sich gezogen. Kirra verzog angeekelt das Gesicht, entdeckte dann etwas, dass ihr Interesse an dem Fund deutlich erhöhte. Um den Arm des Skelettes wand sich ein schmaler Goldreif der mir mehreren grünen Steinen besetzt war. Kirra’s Augen funkelten begeistert. Kurzentschlossen bückte sie sich und versuchte den Goldreif über das Handgelenk zu ziehen, musste aber feststellen dass er dazu zu schmal war. Sie suchte nach einem Öffnungsmechanismus, und als sie diesen nicht fand, riss sie der Moorlaiche kurzentschlossen den ganzen Arm ab, der durch die Lagerung im Moor deutlich an Umfang verloren hatte. Es gelang ihr schließlich den Reif über das ausgerissene Gelenk des Arms zu ziehen und hielt ihren Fund nun begeistert in den Händen.

Der Rest der Gruppe hatte währenddessen nach einem Unterschlupf gefunden, denn auch wenn der Wald dicht war, so konnte man nicht erwarten, dass er sämtliches Tageslicht von ihren Körpern fern halten würde. Nach einigem Suchen finden sie schließlich zwei umgestürzte Bäume unter deren Wurzel es sich Cameo, Jillian und Miriel gemütlich machen, während Kirra und Druss in gewohnter Weise im Erdreich versinken um dort den Tag zu überdauern…

Die Chronistin am 6.1.07 00:46





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